Häufig gestellte Fragen ...

… und die dazu gehörenden Antworten. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Hospizarbeit in Baden-Württemberg und darüber hinaus.

Benutzen Sie dazu unsere anklickbare Baden-Württemberg-Karte oder unsere Liste der Hospizeinrichtungen in Baden-Württemberg: hier finden Sie alle Hospizeinrichtung sortiert nach:

  1. Art der Hospizeinrichtung
  2. Stadt-/Landkreis

Bitte wenden Sie sich an den jeweiligen Landesverband Hospiz des gewünschten Bundeslandes.

Ein überregionales Hospizregister für Deutschland finden Sie hier: http://www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de

  • ambulante Hospizdienste:
    begleiten sterbende Menschen zu Hause, im Senioren- oder Pflegeheim, im Krankenhaus – ehrenamtlich und kostenfrei.
  • stationäre Hospize:
    sind baulich, organisatorisch und wirtschaftlich eigenständige Einrichtungen mit separatem Personal und Konzept. Sie verfügen mindestens über acht und in der Regel höchstens über 16 Betten. Eine ganzheitliche Pflege und Versorgung wird durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes in Zusammenarbeit mit palliativmedizinisch erfahrenen (Haus-)Ärztinnen und Ärzten gewährleistet. Voraussetzung für die Aufnahme in ein stationäres Hospiz ist, dass die Patientin bzw. der Patient an einer Erkrankung leidet, die fortschreitend verläuft und bei der oder dem eine Heilung ausgeschlossen ist. Zu den weiteren Voraussetzungen zählen u.a., dass eine palliativ-medizinische und palliativ-pflegerische Versorgung im stationären Hospiz notwendig ist und eine Aufnahme von der Patientin bzw. dem Patienten gewünscht wird.

Beide Hospizformen schließen die Begleitung der Angehörigen mit ein. Die Leistungen sind für Patienten und Angehörige kostenlos.

Ambulante Hospizdienste begleiten unheilbar erkrankte und sterbende Menschen sowie deren Angehörige in den letzten Monaten oder Wochen des Lebens. Sie helfen den Angehörigen nach einem Todesfall durch die Zeit der Trauer. Die lebensbejahende Grundeinstellung schließt aktive Sterbehilfe aus.

Menschen, die sich für eine Mitarbeit im Hospizdienst entschieden haben, übernehmen diese Aufgabe ehrenamtlich und werden vom Hospizdienst durch Schulungen auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Begleitungen durch ambulante ehrenamtliche Hospizdienste finden überwiegend zu Hause, aber auch in stationären Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus statt. Das Angebot ist kostenlos. Pflegeleistungen sowie Hausarbeit werden von ambulanten Hospizdiensten nicht übernommen.

Ambulante Hospizdienste können für ihre Aufwendungen Zuschüsse von den gesetzlichen Krankenkassen bekommen, sind aber im Wesentlichen auf Spenden angewiesen. Die Angebote für die betroffenen Menschen sind kostenfrei.

Stationäre Hospize haben Verträge mit den Krankenkassen. Zur Aufnahme in ein Hospiz sollte eine Pflegestufe vorliegen oder mindestens beantragt sein. Die Finanzierung des Aufenthaltes geschieht durch eine Mischfinanzierung aus Krankenkasse und Pflegeversicherung. So wird der Aufenthalt der erkrankten Menschen zum größten Teil von den gesetzlichen Versicherungen übernommen. Ein Teil der vereinbarten Tagessätze müssen von den Trägern der Hospize aufgebracht werden. Der Gesetzgeber verlangt dies so. Unter anderem deshalb können stationäre Hospize nicht kostendeckend arbeiten, so dass auch sie in hohem Maße auf Spenden angewiesen sind.

Für den Patienten sind die Leistungen des Hospizes kostenlos.

Die Leitsätze der Hospizarbeit wurden auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes e.V. am 5. Oktober 2007 verabschiedet. Den Text finden Sie unter Leitsätze der Hospizarbeit.

Welthospiztag: wird jedes Jahr am zweiten Samstag im Oktober begangen. Zuvor gab es auch den "Deutschen Hospiztag, der erste fand am 14.10.2000 statt. Über den Welthospiztag finden Sie aktuelle Informationen unter http://www.dhpv.de/aktuelles_welthospiztag.html.

Die Hospizeinrichtungen in Deutschland nutzen den Tag für vielfältige Veranstaltungen, Benefizkonzerte, Gedenkgottesdienste und vieles mehr. Über die Veranstaltungen in Baden-Württemberg informieren wir in unserem Veranstaltungskalender, für andere Bundesländer helfen Ihnen die einzelnen Landesverbände oder der Bundesverband DHPV gerne weiter.

Meist auch im Oktober findet die weltweite Veranstaltungsreihe "Voices for Hospices", auch bekannt unter "World Hospice&PalliativeCare Day", statt – Informationen dazu finden Sie hier: http://www.thewhpca.org/world-hospice-and-palliative-care-day.

Eine Auflistung weiterer Jahrestage wie z.B. den Internationalen Tag des Ehrenamtes finden Sie auf der Termine-Seite.

Die Ambulanten Hospizdienste bilden laufend HospizhelferInnen aus. Bitte wenden Sie sich an eine Adresse in Ihrer Region oder fragen Sie in unserer Geschäftsstelle nach.

Wer wir sind und was wir bieten können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Bitte beachten Sie: Die Hospizeinrichtungen sind eigenständige Einrichtungen. Es gibt verschiedene Modelle der Trägerschaft – aber für alle gilt: Fragen zu Stellenangeboten, Spendenkonten, Informationen zur Hospizeinrichtung können ausschließlich die Hospize selbst beantworten. Sie finden die Adressen hier.

Bei den Informationen über Spenden finden Sie die Bankverbindung des Hospiz- und PalliativVerband Baden-Württemberg e. V. ---- Für Spenden an einzelne Hospizeinrichtungen wenden sie sich direkt an die jeweilige Verwaltung vor Ort.

Stellenangebote in Baden-Württemberg finden Sie hier.

Bundesweite Angebote bietet der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband in folgenden Medien an:

Wir bieten Ihnen eine Übersicht aller Angebote in Baden-Württemberg sowie ausgewählte überregionale Seminare in unserem Veranstaltungskalender an. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an den jeweiligen Veranstalter.

Die Rahmenvereinbarung, die Adressen der drei verantwortlichen ServicePoints Hospiz in Baden-Württemberg, alle Fragen und Antworten zu den Fördervoraussetzungen, Kursangebote für die verantwortliche Fachkraft sowie die aktuellen Förderformulare finden Sie unter "Übersicht Hospizförderung".

  • Die Geschäftsstelle des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes bietet telefonische Beratung unter

    • Tel. 030 / 82 00 758-0 an.
  • Die Deutsche Schmerzliga e.V. bietet ein Schmerztelefon an: werktags 9-12 Uhr, Tel. 0700/ 375 375 375

  • Die TelefonSeelsorge ist ein Beratungs- und Seelsorgeangebot der evangelischen und katholischen Kirche. Sie ist unter den Rufnummern 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222 kostenfrei rund um die Uhr für ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu erreichen.

    www.telefonseelsorge.de

  • UPD - Unabhängige Patientenberatung Deutschland: Beratungstelefon Mo - Fr 10-18 Uhr Tel. 0800 / 0 11 77 22 kostenfrei - weitere Info hier.

Die WHO erstellte 1990 eine Definition für ein ganzheitliches Betreuungskonzept zur Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase:

Palliative Care bedeutet die aktive und umfassende Behandlung, Pflege und Begleitung von Patienten von dem Zeitpunkt an, da ihre Krankheit nicht mehr auf kurative (d.h. heilungsorientierte) Behandlung anspricht. Damit erhalten dann Schmerzbehandlung und die Beherrschung weiterer Begleitsymptome sowie die Linderung psychischer, sozialer und spiritueller Probleme eine überragende Bedeutung.

Hauptziel der Palliativmedizin und Palliativpflege ist daher die Verwirklichung der bestmöglichen Lebensqualität für den Patienten und seine Angehörigen. Sie unterstützt Leben und betrachtet Sterben als einen natürlichen Vorgang.

Palliative care legt den Schwerpunkt auf Schmerz- und Symptomlinderung und integriert körperliche, psychische, soziale und seelisch/geistige Aspekte. Sie will damit sowohl den Patienten unterstützen, um ihm ein möglichst selbstbestimmtes Leben bis zum Tode zu ermöglichen, als auch seinen Angehörigen zur Seite stehen, damit sie mit Krankheit und Trauer besser zurechtkommen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Curriculum Palliativpflege.

Was bedeutet "Allgemeine ambulante Palliativversorgung" (AAPV) und wofür steht "Spezialisierte ambulante Palliativversorgung" (SAPV)?

AAPV bedeutet "Allgemeine ambulante Palliativversorgung" und hat zum Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Palliativpatienten so weit wie möglich zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung, in stationären Pflegeeinrichtungen bzw. stationären Hospizen zu  ermöglichen.

SAPV bedeutet "Spezialisierte ambulante Palliativversorgung" und ist eine multiprofessionelle Palliativversorgung durch ein spezialisiertes Team, gesetzlich verankert seit 2007 in den Paragraphen 37b und 132d im Sozialgesetzbuch V (SGB V).

Lesen Sie mehr dazu unter http://hpvbw.de/palliativversorgung

Wofür steht ACP und wo finde ich weitere Informationen dazu?

ACP ist ein andauernder „Kommunikationsprozess zwischen Individuen, ihren gesetzlichen Vertretern undihren Behandelnden und Betreuenden. Es verfolgt das Ziel, mögliche künftige Behandlungsentscheidungen für den Fall, dass die Betroffenen selbst nicht entscheiden können, zu verstehen, zu überdenken, zu erörtern und vorauszuplanen“ (ACPEL-Society 2016; In der Schmitten & Marckmann 2015 a: 84).

Deutsch für ACP: Behandlung im Voraus planen (BVP)

Ja - der Erklärfilm des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. zeigt in 2:10 Minuten, was Hospizarbeit kann. Hier geht's lang.

FAQ ist die Abkürzung für Frequently Asked Questions, d.h. Häufig gestellte Fragen.

Der Download-Bereich enthält Material, das Sie sich auf Ihren heimischen Rechner herunterladen (= downloaden) können.

PDF ist die Abkürzung für Portable Document Format (Portables Dokumenten-Format). Dies bedeutet, dass ein Dokument in PDF unabhängig von Rechnerplattformen und/oder Betriebssytemen (z.B. Windows, Linux, OS/2, etc.) immer gleich aussieht. Um dies zu gewährleisten, stehen für alle Plattformen entsprechende Programme bereit, mit denen sich die Dokumente anzeigen und ausdrucken lassen (sofern das nicht explizit vom Autor verboten wurde).